DaWa 011 – Nach Brandenburg jeh ick nich!

Zunächst kraulen sich Steffen und Henry noch gegenseitig ihre Silberrücken. Verbal natürlich nur. Anlass hierfür sind das 2:1 gegen den FC Ingolstadt und der schöne Tabellenstand von Hertha mit vier Punkten Vorsprung auf den nächsten Verfolger. Als sie dann aber auf die derzeitige Stadiondiskussion einschwenken, erhitzen sich die Gemüter. Sie sind uneins. Und irgendwie bleibt am Ende das Gefühl, dass diese Debatte noch nicht vorbei ist. Weder hier bei Damenwahl, noch im echten Leben. Letzteres ist natürlich irrelevant. Shownotes: Link to Google Maps mit dem Blick aufs Olympiagelände. https://goo.gl/maps/Vik6JNsG2a52

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7 Gedanken zu „DaWa 011 – Nach Brandenburg jeh ick nich!

  1. Bin immer noch geplättet ob der musikalischen Präsentation von Herrn White. Stadion ist so eine Sache. Ich mag das Olympiastadion. Wenn das Stadion dann so aussieht wie z. B. das Stadion in Hamburg (weil noch so präsent), dann ohne mich. Was ist denn mit den mobilen Tribünen, wie das Bremer geschrieben hatte? Und tut mir leid, Jungs, aber ihr werdet kein Areal in Berlin finden, wo man mal eben ein Stadion hinbaut. Preislich nicht und von den Anwohnern her nicht. Wenn ich Milliardär werde, lasse ich die Neubauten abreißen und baue die Plumpe 2. Aber das neue Stadion sollte zumindest etwas Herz haben, ich erkenne bei Sky die meisten Stadien nur an den Fahnen.
    Eine Sache, die aber niemand in Erwägung zu ziehen scheint, ist die Verbesserung des Stadionerlebnisses für die potenziellen Besucher. Und nein, ich rede nicht von Eventfans. Aber ich frage mich beiden jedem Heimspiel, warum man da so vieles so lieblos macht. Wie wäre es mit Foodtrucks, ordentlichem Catering und mehr Toiletten? Hier geht der Verein und das Olympiastadion nicht mal annähernd ran an die Möglichkeiten. Was haben Otto-Normal-Fans davon, dass es im VIP-Bereich jetzt Hasir Beef Club gibt? Nix. Ich denke damit kann man viel bewirken, wenn alles etwas liebevoller geplant wird.

    1. Jack White ist großartig. Episch, ergreifend, authentisch. Wobei man White nur zum Teil einen Vorwurf machen kann. Die größere Verantwortung trägt ja wohl der Auftraggeber, der den Rahmen setzt „fett, gewaltig, schwülstig, bombastisch“ und das darauf eingereichte Werk abnickt und dann immer wieder abspielt. Aber egal, das ist bald sieben Jahre her.

      Das Problem mit den mobilen Tribünen wäre, dass die oberen Ränge NOCH weiter vom Spielfeld entfernt wären. Das sehe ich nicht als Lösung. Mal ganz abgesehen davon, dass man für das Geld, das die technische Umsetzung dieser Idee sicherlich kostet, anderswo ganze Stadien bekommt.

      Was den Komfort im Olympiastadion anbetrifft , rennst Du bei mir offene Türen ein. Es will mir einfach nicht in den Kopf, dass man die Wiese ringsum das Stadion nicht besser nutzen kann. Ein Stadion, zumal ein benutztes Stadion, ist im Kern seines Wesens immer noch ein Zweckbau, kein Museum. Der Zweck des Stadions ist es, große Sportveranstaltungen zu beherbergen. Denkmalschutz sollte in diesem Fall zweitrangig sein.

      Und da sich die Anforderungen an Stadien seit dem Bau des Olympiastadions geändert haben, muss dem auch die Nutzung des Geländes folgen. Also meinetwegen gerne mehr und bessere Imbissstände und Toiletten auf die Wiese.

    2. Ich finde Hamburg von den neuen Stadien noch mit am Besten, gut die Aufgänge und Cateringbereiche sind potthässlich aber der Innenraum ist top. Gute Sicht, schön steile Tribünen und gute Akustik. Wäre von der Grösse für uns auch perfekt. 🙂
      Daneben finde ich Stuttgart gelungen für einen Umbau, da es einen gewissen Charakter beibehalten hat und somit eben noch sofort wiedererkennbar ist. Auch eine feine Größe.

      Bezüglich des Stadionerlebnisses, im Grunde genommen stehen ja am Osttor auf dem Vorplatz hinterm Eingang und anfangs des Umlaufes links und rechts überall Fressbuden aller Couleur, Qualität ist naja, kenne aber in Deutschland auch nichts was in dem Bereich irgendwie heraussticht. Gefühlt ist Aramark eh überall der Caterer 😉 Was mich ankotzt sind die Imbisse bzw. die Lokation derer am Stadion selbst, ab 50.000 kommt immer wieder Freude auf, wenn die Gänge blockiert werden durch die Schlangen und man gefühlt 10 Minuten wartet bis man sein Bier hat.

      Aber was ein Stadionwechsel ausmachen kann, wenn ihr mal zurückdenkt, Bayern in den 90ern/Anfang 2000er in deren Olympiastadion, da waren doch unter der Woche auch nur 35-40.000 bei den Spielen, im Pokal und selbst Champions League teilweise noch weniger. Nach dem Umzug hatten die das Problem nicht mehr, da war das Stadion dann beinahe immer voll. Und das trotz Erfolg und meiste „Fans“, Rekordmeister etc. pp.
      Also ich denke schon, dass das bei uns ähnlich sich auswirken würde, da wie man ja die letzten 15 Jahre sehen konnte, das relativ erfolgsunabhängig ist. Wir haben auch heuer einen guten Schnitt, richtig, allerdings ist es wünschenswert wenn wir die Herthanerquote von 35/40.000 auf 45-50000 + ein paar Schönwetterherthaner bekommen könnten. Die Gästequote bei den Topspielen Gladbach/Schalke/Bayern/BVB ist mir einfach zu hoch.

  2. Top Podcast, ihr macht das super.
    Stadionteil fand ick och jut. Jahnsportpark wäre natürlich ideal, ich denke allerdings auch wie Steffen dass man da keine Chance (mehr) hat. Es wäre vielleicht kurz nach der Wende mehr möglich gewesen, wo man z.B. auch auf dem Gelände Stadion der Weltjugend was hätte machen können. Allerdings war auch der Zustand des Vereins zu dem Zeitpunkt auch eher…suboptimal 😉
    Wenn ich die Wahl zwischen Olympiastadion und Arena nach Schema F auf Brandenburger Feld X (siehe gesichtslose Stadien Mainz, Augsburg, Gladbach…) hätte, ganz klar Olympiastadion.
    Wir werden sehen wie ernst der Lange es meinte 🙂

    1. Auf die Frage, ob ich gerne ein anderes Stadion hätte, antworte ich ganz klar mit einem jein!
      Reines Fußballstadion? Gerne!
      In der Brandenburger Pampa? Nö.
      Zu Konditionen, die Hertha (halb) in den Ruin treiben? Nö.
      Mit teureren Eintrittspreisen? Darüber ließe ich mit mir reden. Ich würde mehr bezahlen – solange es im Rahmen bleibt (Hamburger Verhältnisse wären nicht akzeptabel).

      Wenn also die eierlegende Wollmilchsau drin wäre – reines Fußballstadion im Olympiapark mit einer Kapazität um die 50.000 Zuschauer, mit moderat steigenden Eintrittspreisen – und auch die finanziellen Rahmenbedingungen für Hertha machbar sind – dann gerne!

      Wir reden uns 2022 wieder 😎

  3. Hallo Kette,

    vielen Dank fürs Lob.

    wir habe das Thema ganz kurz angeschnitten. Aber wir mussten ein paar Prioritäten setzen. Die Episode ist ohnehin schon unglaublich lang geworden.

    Ansonsten: bin beim nächsten Mal wieder im Stadion 🙂

    Gruß
    Henry

  4. Wie immer Jut jewesen. Habt ihr nicht das crowdlending/Digitalisierung vergessen? Der Stadionteil hat ihr gut gefallen. Henry mach mal wieder rüber zum Stadion.

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